Krankenversicherung für Studenten - ein wichtiges Thema

Die Krankenversicherung zählt zu den Grundpfeilern der sozialen Absicherung, durch einen festen monatlichen Beitrag in eine Solidargemeinschaft werden im Krankheitsfall die Behandlungskosten, Medikamente und Folgekosten von den Krankenkassen übernommen. Jeder deutsche Bürger ist gesetzlich dazu verpflichtet - unabhängig von Beruf oder Alter - sich gegen Krankheit zu versichern, ob privat oder gesetzlich ist dabei Sache des Einzelnen. Kommt der Bürger dieser Pflicht nicht nach, drohen später Beitragsrückzahlungsforderungen für die Zeit der Nichtversicherung.

Doch wie sieht es mit der Krankversicherung bei Studenten aus? Immerhin gab es Ende 2017 knapp 2.847.000 Personen in Deutschland, die an Fachhochschulen oder Universitäten eingeschrieben waren.

Müssen sich Studenten krankenversichern?

Die Antwort ist ein klares Ja. Seit dem oben erwähnten Gesetz von 2009 sind ausnahmslos alle Deutschen dazu verpflichtet, sich in diese Richtung mit einer gesetzlichen oder privaten Versicherung abzusichern. Spätestens mit dem Eintritt ins Berufsleben und dem damit einhergehenden Gehalt drohen rückwirkende Beitragszahlungen, diese müssen dann zusätzlich zu den normalen Versicherungsbeiträgen gezahlt werden. Zudem muss bei der Einschreibung in eine Hochschule eine Krankenversicherung durch eine schriftliche Bestätigung nachgewiesen werden, fehlt diese, wird die Immatrikulation nicht bewilligt. Sollten die Beiträge während des Studiums über einen längeren Zeitraum an die Krankenkasse nicht gezahlt werden, informiert diese die Hochschule. Der säumige Student kann daraufhin wegen mangelndem Versicherungsschutz exmatrikuliert werden. Jeder Mensch hat aber auch das Recht, eine Versicherung finden zu können, die er zusätzlich zur gesetzlichen abschließen möchte.

Die gesetzliche Krankenversicherung für Studenten

Die sogenannten Studententarife gibt es bis zu einem Alter von 30 Jahren bei so gut wie allen gesetzlichen Krankenkassen, das sind im Vergleich zum Normalversicherungspreis verbilligte Tarife. Diese beinhalten alle regulären Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen, die auch Normalversicherten zugutekommen, wie zum Beispiel die grundlegende zahnärztliche Versorgung, bestimmte Vorsorgeuntersuchungen und die Bezahlung notwendiger Medikamente. Jedoch gilt auch hier die Zuzahlungspflicht bei bestimmten Medikamenten und die volle Kostenübernahme des Einzelnen bei nicht notwendigen Präparaten, wie zum Beispiel homöopathischen Arzneien.

Welche Möglichkeiten bietet die private Krankenversicherung für Studenten?

Die private Krankenversicherung bietet Eltern die Möglichkeit, ihre Kinder bis zum Alter von 25 mit einem vergleichsweise geringen Beitrag mitzuversichern. Vor allem für die Kinder von Beamten sind dank der Beihilfe in Höhe von 80 % die Kosten für die restlichen 20 % in der privaten Versicherung sehr überschaubar. Jedoch ist Vorsicht geboten: Auf lange Sicht gesehen ist das Alter der Studenten ausschlaggebend, das beim Beginn des Studiums heute sehr unterschiedlich ausfällt. Manche beginnen bereits direkt nach dem Abitur im Alter von 17 oder 18 mit dem Studium, manche nach einem freiwilligen sozialen Jahr oder einem Auslandsaufenthalt erst mit 20. Es gibt jedoch immer mehr Studenten, die auf dem sogenannten zweiten Bildungsweg oder nach einer Berufsausbildung die Universität oder Fachhochschule erreichen und dann bereits 23 oder älter sind. Da die Mindestdauer eines Studiums 6 Semester beträgt, die durchschnittliche Studienzeit an deutschen Hochschulen derzeit aber bei knapp 8 Semestern liegt, überschreiten immer mehr Studenten die Altersgrenze von 25 Jahren. Ab diesem Zeitpunkt endet die private Familienversicherung zwangsweise, da sie ans Kindergeld gekoppelt ist, welches mit 25 nicht mehr ausgezahlt werden. Die Studenten sind daher gezwungen, entweder eine eigene private Krankenversicherung zu bezahlen oder in eine gesetzliche Kasse zu wechseln.

Bis 25 privat versichert und dann einfach in eine gesetzliche Kasse wechseln?

Da die private Krankenversicherung über die Eltern für junge Leute und Studenten viel günstiger ist und zudem mehr Vorteile im Hinblick auf Termine, Behandlungen und die Kostenübernahme von Präparaten bietet, liegt die Frage nahe, ob man nach Vollendung des 25. Lebensjahrs nicht einfach in eine gesetzliche Kasse wechseln könnte, um dann den dortigen Versicherungsschutz zu genießen. Das ist nicht umsetzbar, da derzeit innerhalb des laufenden Studiums ein Wechsel von der privaten zur gesetzlichen Krankenversicherung nicht möglich ist. Innerhalb einer Frist von 3 Monaten nach Studienbeginn kann noch von der privaten in eine gesetzliche Krankenkasse gewechselt werden, danach erlischt diese Option. Somit gilt: Entscheidet man sich zu Anfang des Studiums für den Verbleib in der privaten Krankenversicherung, so kann man während des Studiums nicht mehr zu einer gesetzlichen Kasse wechseln.

Krankenversicherung Student Kosten

studentDas ist ein im Vergleich zum Normalversicherungspreis verbilligter Tarif, der von Versicherung zu Versicherung unterschiedlich ausfällt und sich zwischen 70,- und 80,- Euro bewegt. Dazu kommt noch der Beitrag für die Pflegeversicherung, der ebenfalls obligatorisch ist und bei etwa 17,- Euro pro Monat liegt. Krankenversicherung Student Kosten: Insgesamt belaufen sich die monatlichen Beiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung auf 80,- bis 90,- Euro. Die Beitragshöhe richtet sich allerdings auch nach dem Einkommen: Wer als Student ein monatliches Einkommen hat, dass die Grenze von knapp 450 Euro überschreitet und somit steuerpflichtig ist, muss dies melden. Daraufhin wird der Beitrag für die Kranken- und Pflegeversicherung gegebenenfalls angepasst.

Eine günstige Alternative ist mit Sicherheit die Ergo private Krankenversicherung. Hier sind viele tolle Angebote für Studenten enthalten.

Wo finde ich den vorteilhaftesten Tarif für meine Krankenversicherung?

Im Zeitalter des Internets ist es vergleichsweise einfach geworden, die Konditionen und Kosten von verschiedenen Versicherung online zu vergleichen, so auch bei den Krankenversicherungen. Über verschiedene Portale oder die eigene Suche können die Leistungen der jeweiligen Krankenkasse begutachtet und mit den eigenen Bedürfnissen verglichen werden. Viele Krankenkassen bieten außerdem online spezielle Broschüren zur Information für Studenten, die alle wichtigen Informationen zu den Leistungen und Konditionen enthalten.

Es ist in keinem Fall empfehlenswert, die gesetzliche Pflicht zur Krankenversicherung zu umgehen. Abgesehen von der Rückforderung nicht gezahlter Beiträge zu einem späteren Zeitpunkt und dem mangelnden Versicherungsschutz bei Krankheiten können hohe Behandlungskosten auf den Einzelnen zukommen, die im Zweifelsfall dann privat aufgebracht werden müssen. Bei einem Unfall oder einer schweren Krankheit können sich diese Kosten auf mehrere tausend bis zehntausend Euro summieren und so eine Einzelperson hoch verschulden, das ist noch vor dem Berufseintritt besonders schwerwiegend. Zudem ist zu bedenken, dass nicht ärztlich behandelte Krankheiten chronisch werden und ernsthaft gesundheitliche Folgen haben können.